Néstor Lorenzo stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Das bittere WM-Aus im Achtelfinale nach dem 3:4 im Elfmeterschießen gegen die Schweiz ließ den Nationaltrainer Kolumbiens nicht kalt. Vorwürfe wollte Lorenzo seiner Mannschaft jedoch nicht machen. „Alle Spieler haben vollen Einsatz gezeigt und alles auf dem Platz gelassen“, sagte der 60-Jährige: „Manchmal trifft man und manchmal nicht.“
Davinson Sanchez und Cucho Hernandez, der am starken Dortmunder Torhüter Gregor Kobel scheiterte, hatten im Elfmeterschießen gepatzt. Dass Bayern-Star Luis Diaz vom Punkt keine Nerven zeigte, genügte Kolumbien letztlich nicht.
„Wir wussten schon vor dem Spiel, dass es ein taktisches und sehr enges Spiel werden würde. Trotzdem hatten wir das Gefühl, dass wir vor allem aufgrund unserer Leistung in den ersten Minuten mehr verdient hatten“, sagte Lorenzo.
Angreifer Luis Suárez trauerte der verpassten Chance hinterher. „Ich glaube, diese Nationalmannschaft war für Größeres bestimmt“, sagte er bei DSports: „Hoffentlich ist dieses Turnier ein wichtiger Wendepunkt. Denn das, was diese Mannschaft bei dieser Weltmeisterschaft gezeigt hat, muss positiv bewertet werden.“