Zehnkampf-Weltmeister Leo Neugebauer fühlt sich auf die angekündigte Hitzewelle beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen gut vorbereitet. „Ich würde nicht sagen, dass die Hitze top für mich ist. Ich bin es aber vielleicht einfach ein bisschen mehr gewohnt. Man muss einfach gut trinken, gut essen, genug Elektrolyte zu sich nehmen – sonst kann einen das in den Hintern beißen“, sagte der Athlet, der in Texas lebt und trainiert.
Am Samstag und Sonntag werden in Ratingen Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet. Auch deshalb wurde der abschließende 400-Meter-Lauf des ersten Wettkampftages von 17.30 Uhr auf 18.30 Uhr verlegt. Zudem werde es „Kühlwesten und Eisbäder für die Athletinnen und Athleten“ geben, sagte Michael Mottl von der Deutschen Leichtathletik-Marketing.
Mit Blick auf seine sportlichen Erwartungen hält sich Neugebauer zurück. „Punktemäßig“, sagte er, „habe ich für Ratingen gar keinen Plan. Ich will einen soliden Zehnkampf absolvieren und dann kommt die Punktzahl automatisch.“ Vor knapp einem Monat hatte der 26-Jährige beim renommierten Mehrkampf-Meeting in Götzis mit 8730 Punkten Rang zwei belegt. Seitdem seien ihm noch „ein paar Sachen aufgefallen, denen ich einen Feinschliff geben wollte“.
Das Mehrkampf-Meeting in Ratingen (Samstag und Sonntag, 11.00 Uhr/sportschau.de) nutzt Neugebauer als Generalprobe für die Europameisterschaften Anfang August in Birmingham. Dort zählt der Olympia-Zweite zu den aussichtsreichsten Medaillenkandidaten.