Für die letztjährige Viertelfinalistin Laura Siegemund ist der Rasenklassiker in Wimbledon schon nach der ersten Runde vorbei. Die 38-Jährige unterlag in ihrem Auftaktmatch der an Nummer 25 gesetzten Belgierin Elise Mertens 2:6, 4:6, alle Träume von einem weiteren sensationellen Lauf an der Church Road sind geplatzt.
Im vergangenen Jahr hatte sich Siegemund völlig überraschend im Londoner Südwesten bis in das Viertelfinale gespielt. Dort musste sie sich nur knapp der belarussischen Weltranglistenersten Aryna Sabalenka geschlagen geben.
Am Dienstag fand sie gegen Mertens zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Im zweiten Durchgang stemmte sich Siegemund gegen die Niederlage, doch die Schwäbin wirkte bald sichtlich frustriert. Mitte des Satzes äußerte sie ihren Unmut gegenüber der Schiedsrichterin, offenbar störte Siegemund etwas am Verhalten von Mertens, wenn diese eigenen Aufschlag hatte. Kurz darauf war das Aus besiegelt. In der Weltrangliste wird Siegemund weit abrutschen.
Sie verpasste es, Tatjana Maria in die zweite Runde zu folgen. Die Hoffnungen liegen nun auf den weiteren zwei deutschen Spielerinnen, die am Dienstag in das Turnier einsteigen. Eva Lys trifft auf die russische French-Open-Halbfinalistin Diana Schnaider, Ella Seidel geht als Außenseiterin in das Duell gegen Linda Nosková aus Tschechien, die jüngst das Turnier in Berlin gewann.
Vor Siegemund war bereits Tamara Korpatsch am Montag gegen die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Coco Gauff aus den USA ausgeschieden.